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wintergemüse

Einfach & gut

by Mag. Angelika Stöckler

Schützendes Wintergemüse neu entdeckt

In dieser  Jahreszeit sind die täglichen Gemüse- und Salatportionen von besonderer Bedeutung. Sie enthalten viele Inhaltsstoffe, die uns vor Krankheiten schützen. Nicht zuletzt deshalb erfährt heimisches Wintergemüse eine Renaissance und hält vermehrt in den Küchen gesundheitsbewusster Feinschmecker Einzug.

Karotten, Lauch, Sellerie und Kraut sind bei uns ganzjährig in guter, heimischer Qualität zu erhalten. Daneben sind einige Winterspezialitäten wieder entdeckt worden. Unter ihnen Steckrüben und Pastinaken, die in Suppen und Eintöpfen sowie als Püree gut schmecken. Neuer Beliebtheit erfreuen sich auch kugelige und längliche Winterrettiche mit schwarzer oder dunkelbrauner Schale und feiner Schärfe.

Mitunter sorgen die frostigen Temperaturen für Geschmack. Das trifft vor allem für Sprossen- und Grünkohl zu. Bei Minusgraden wird die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt, wodurch sie ihren charakteristischen, süßlich-herben Geschmack entwickeln. Sie sind reich an Vitamin C, das die Immunabwehr stärkt, sowie an Polyphenolen, die u.a. das Herz-Kreislauf-System schützen. Gewürze wie Kümmel und Koriander machen Kraut und Kohlgemüse bekömmlicher.

Zu den robusten Pflanzen mit wertvollen Inhaltsstoffen zählen auch einige heimische Salate, unter ihnen der anspruchslose Feldsalat, den wir auch als Nüssli- oder Vogerlsalat kennen. Ihm können tiefe Temperaturen nichts anhaben. Unter anderem enthalten seine zarten Blätter Kalium, Eisen, Beta-Carotin sowie Folsäure und sind damit speziell in den Wintermonaten eine Bereicherung für unseren Speiseplan.

Viel Folsäure für die Blutbildung steckt auch in Wirsing bzw. Kohl sowie in roten Rüben. Beide Gemüsesorten enthalten zudem wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium und Magnesium. Da die roten Rüben auch Nitrat speichern, sollten Sie daraus hergestellte rohe sowie gekochte Salate am besten mit vitamin-C-haltigen Zutaten wie einem geriebenen Apfel oder Zitronensaft mischen. So kann eine mögliche Umwandlung von Nitrat in krebserregendes Nitrit verhindert werden.

Als besonders immunstärkend gelten Sauerkraut und saure Rüben. Der Zuckergehalt des gehobelten und gesalzenen Weißkrautes bzw. der Rüben wird durch Gärung in Milchsäure verwandelt. Diese unterstützt die Darmgesundheit und das enthaltene Vitamin C stärkt das Immunsystem. So leisten die auf traditionelle Weise konservierten Wintergemüsesorten einen Beitrag zur Abwehr von Infektionen und sollen auch Allergien vorbeugen.

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