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Pubertät

by MMag. Yvonne Kaltenberger

Großbaustelle im Kopf – Sackgasse in der Kommunikation

„Sie verschwindet in ihr Zimmer und hört uns überhaupt nicht zu.“ „Er tut nicht, was wir wollen. Wir meinen es doch nur gut.“ „Meine Eltern nerven mich immer.“

Klassische Sätze von gestressten Eltern und Jugendlichen.

Beide Seiten vergessen dabei ganz, dass sie sich im Grunde lieben und dass durch diese destruktiven, meist ähnlich verlaufenden Diskussionen, die Verletzungen auf beiden Seiten immer größer werden. Dem gilt es durch folgende Strategien vorzubeugen:

Selbstreflexion: Denken Sie an Ihre eigene Jugend. Wie haben Sie sich in diesem Alter gefühlt? Verstanden, ausgeglichen, eins mit der Welt oder eher unverstanden, allein und orientierungslos? Mit welchen Herausforderungen haben Sie gekämpft? Wie haben Sie und Ihre Eltern diese bewältigt? Welches Verhalten haben Sie in dieser Zeit besonders an Ihren Eltern geschätzt?

Auszeit: Nehmen Sie sich doch mal gemeinsam mit Ihrem Kind eine Auszeit und machen Sie gemeinsam das, was Ihnen gut tut. Sei es ein Zoo- oder Kinobesuch, ein gemeinsames ausgiebiges Frühstück oder gestatten Sie sich ganz einfach einen Tag zum Faulenzen. Wichtig ist es dabei, stressbeladene Themen wie Schule (und meistens geht es darum!) ganz auszulassen.

Fokus auf das Gelingende: Machen Sie sich gemeinsam bewusst, was in Ihrer Eltern-Kind-Beziehung gut läuft. Da gibt es so vieles zu sehen! Auf was sind Sie besonders stolz, wenn Sie an Ihr Kind denken?

Stressoren ermitteln: Überlegen Sie beide genau, was Sie stresst. Ist es die Unordnung im Zimmer, die ständige Unpünktlichkeit oder sind es die schlechten Noten? Schreiben Sie es unabhängig voneinander auf und vergleichen Sie, in wie fern sich die Stressoren überschneiden. Und das möglichst ohne einander Vorwürfe zu machen!

Problemlösestrategien erforschen: Welche Lösungen haben Sie nun für Ihr Problem? Wie haben Sie gemeinsam Ähnliches schon mal positiv bewältigt? Auf welche Ressourcen können Sie zurückgreifen?

Zielvereinbarung und Aktionsplan: Wenn es klar ist, um was es eigentlich geht, können Sie gemeinsam Ziele definieren und einen Plan zur Umsetzung machen.

Sei es ein klärendes Gespräch mit einer dritter Person, eine Lernbegleitung in Anspruch zu nehmen, sich mehr Freiraum zuzugestehen oder was auch immer.

Und das Wichtigste dabei nicht vergessen: Mit Humor geht alles leichter!!!

Sie selbst entscheiden, ob Humor in Ihrem Leben Platz haben kann und ob Sie es sich selbst gestatten, manches leichter zu handhaben. Es liegt an Ihnen!

 

 

 

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